Öffnung des Bahnübergangs im Wald zwischen Böblingen und Holzgerlingen

Ab Dienstag, 1. Juni, ist der Bahnübergang des Forstweges im Wald zwischen Böblingen und Holzgerlingen für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Damit wird die nächste Probephase eingeleitet.

Am Bahnübergang wurde zusätzlich zur Vollschrankenanlage eine Gefahrenraumfreimeldeanlage (GFR) eingebaut. Hier im zweigleisigen Abschnitt zwischen Zimmerschlag und Hülben begegnen sich die Züge mit der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Die GFR scannt vor einer Schrankenschließung mittels Radar den Gefahrraum zwischen beiden Schranken. Erst wenn dieser Raum als frei gemeldet wird, können sich die Schranken schließen. Diese Forderung der zusätzlichen Sicherung wurde erhoben, damit insbesondere bei Langholztransporten, eine gefahrlose Querung der Gleise ermöglicht wird.

Da die GFR im Zusammenspiel mit der Schrankenanlage auch bei der DB Netz AG noch keine Zulassung besitzt, wurde ein Probebetrieb vorgeschrieben, in dem die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Komponenten auf der Schönbuchbahn getestet werden. Auch bei der DB befinden sich zwei Anlagen dieses Herstellers in Bonn bzw. München noch in der Erprobung. Diese Maßnahmen wurden notwendig, weil der frühere Hersteller solcher Anlagen sein Produkt vom Markt genommen hat.
In der ersten Probephase wurde bisher der sichere Ablauf der Anlage bei geschlossenem Bahnübergang getestet.

In der zweiten Probephase werden Tests mit Kraftfahrzeugen und unterschiedliche Fahrsimulationen durchgeführt, bevor der Bahnübergang auch hierfür freigegeben werden kann.
Als Pilotprojekt im Zusammenwirken mit dem Hersteller und der Landeseisenbahnaufsicht trägt der Zweckverband Schönbuchbahn dazu bei, diese Anlage umfangreich im Einsatz zu testen und damit eine Zulassung für den bundesweiten Einsatz zu erlangen.